Pressemitteilung: Streusalz
von Alexandra Jöst-Handlos
Streusalz schadet der Umwelt – NABU Mannheim appelliert an Bürger:innen, auf salzfreie Streumittel umzusteigen
Mannheim, 3.12.2025 – Schnee und Glatteis auf den Gehwegen bedeuten Rutschgefahr – ein erhöhtes Haftungsrisiko für Grundstücksbesitzer, die für die Sicherheit auf ihren Bürgersteigen verantwortlich sind. Kein Wunder, dass Streumittel jetzt Hochkonjunktur haben. So auch das Streusalz, das nach Ansicht des Naturschutzbundes NABU wegen seiner umweltbelastenden Auswirkungen aus Dörfern und Städten verbannt werden sollte. Viele Kommunen und Privathaushalte verzichten bereits auf den Einsatz von Streusalz – längst noch nicht alle.
Dabei ist die Regelung in Mannheim eindeutig: Laut der Gehwegreinigungssatzung der Stadt (§ 5 Abs. 3) dürfen auf Gehwegen keine tauenden Mittel wie Streusalz eingesetzt werden. Erlaubt sind ausschließlich abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat. Nur in Ausnahmefällen – etwa auf Treppen, Rampen oder starken Gefälleflächen, wo abstumpfende Mittel allein nicht ausreichen – kann der Einsatz von streuwirksamen Substanzen vorübergehend erlaubt sein.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Einsatz von Streusalz in Mannheim untersagt ist – das ist ein klares Zeichen für mehr Umweltschutz in der Stadt“, sagt Paul Hennze, einer der drei Vorstandssprecher:innen des NABU Mannheim und ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter der Stadt Mannheim. „Viele Bürgerinnen und Bürger wissen allerdings gar nichts von diesem Verbot, und leider wird Streusalz weiterhin ganz selbstverständlich in großen Supermarktketten angeboten. Hier braucht es mehr Aufklärung und auch ein Umdenken im Handel.“
Die Auswirkungen von Streusalz sind vielfältig: Das Salz gelangt über den Boden in die Pflanzen und verändert dort den Nährstoffhaushalt. Die Folgen zeigen sich oft erst im Frühjahr und Sommer, wenn salzgeschädigte Straßenbäume trotz ausreichender Niederschläge allmählich vertrocknen. Nicht nur Pflanzen leiden unter dem Salz. Viele Tiere entzünden sich am Streusalz die Pfoten. Außerdem kann das Salz zur Versalzung des Grundwassers beitragen. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz auch ökonomische Schäden wie die Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen.
Diese Probleme können vermieden werden: Der NABU Mannheim empfiehlt Privathaushalten die Verwendung von salzfreien, abstumpfenden Streumitteln wie Granulate, Split, Sand oder Kies. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt (UBA) getestete Produkte. Das UBA hat für Streumittel, die bestimmte ökologische Anforderungen erfüllen, das Umweltzeichen „Blauer Engel – weil salzfrei“ vergeben. Verantwortungsvolle Bürger:innen sollten beim Kauf von Streugut auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten. Die Produkte sowie die Kriterien für die Vergabe des Umweltzeichens können unter www.blauer-engel.de


